Loreley Marchesa

Noble / Jedi Consular (Padawan)

Description:
Bio:

Die Jedi, die keine sein wollte.

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Spezies: Zeltron
Geschlecht: weiblich

Alter: 20 Jahre

Größe: 1,74 m
Gewicht: 61 kg
Hautfarbe: rot
Haarfarbe: schwarz
Augenfarbe: dunkel-blau

Charakter: selbstbewusst, lebenslustig, eigensinnig, vorlaut, großzügig, wagemutig,

Auftreten / Verhalten: Wie alle Zeltrons gibt sich Loreley gerne freizügig und verführerisch. Der Gelegenheit, einen Nachtclub zu besuchen, kann sie nur schwer widerstehen. Sie kann eine gute Freundin sein und teilt alles, was sie hat. Vorschriften lässt sie sich nur ungerne machen, was ihr den Ruf eingebracht hat, ein Problem mit Respektpersonen zu haben. Sie ist gut darin, andere für sich zu gewinnen oder zu manipulieren. Dadurch bekommt sie in den meisten Fällen genau was sie will.

Hintergrund:

0 – 9 Jahre

“Du musst auf das hören, was die Meister Jedi sagen.” Ihr Vater sprach mit tiefer Stimme, ein harter Kontrast zu dem hellen unbeholfenen Schluchzen, das ihren zierlichen Kinderkörper schüttelte. Die fremde Frau streckte ihr eine Hand entgegen. Loreley ergriff sie nicht.

Milton Marchesa wurde in eine mittelständische Familie auf Zeltros geboren, versuchte sein Glück in verschiedenen Karrieren und war mit 31 Jahren zur richtigen Zeit am richtigen Ort, als er eine insolvent gehende Firma erwarb, die Energy Drinks vertrieb. Mit einer cleveren Marketingstrategie konnte Milton den Verkauf wieder ankurbeln und „Party Pal Poison" wurde über Nacht zu einem der meistgekauften Partydrinks auf Zeltros. Dies war seine Eintrittskarte in die bessere Gesellschaft, in der Geld und Einfluss alles bedeuteten. Das Vermögen der Marchesas hatte sich vervielfacht, die Geschäftszweige hatten vermehrt ausgeschlagen und Milton hatte gerade zum zweiten Mal geheiratet, als seine Tochter Loreley zur Welt kam. Sie wuchs die ersten Jahre ihres Lebens auf Zeltros auf, zwischen Luxus Appartements und den Büros ihres Vaters, besuchte die aufregendsten Vergnügungsparks des Planeten und genoss die Aufmerksamkeit eines eigenen Kindermädchens. Mit neun Jahren war Loreley ein fröhliches Kind, reich, verwöhnt und süchtig nach der Aufmerksamkeit ihrer Eltern, die nur selten Zeit für sie hatten. Als bei einer ärztlichen Routineuntersuchung ihre Machtsensitivität festgestellt wurde und Milton und Cerea Marchesa als Anhänger der Republik pflichtbewusst entschieden, ihre Tochter der Obhut des Jedi-Ordens zu übergeben, brach für das junge Mädchen eine Welt zusammen. Loreley verstand nicht, warum sie ihre Familie verlassen musste und fühlte sich verstoßen und ungeliebt. Es war der Beginn einer ewigen Sucht nach Bestätigung und Zuwendung.

Im Tempel der Jedi auf Coruscant fiel es Loreley anfangs schwer, sich einzugewöhnen. Der Unterschied zwischen dem komfortablen Leben das sie kannte und den bodenständigen, einfachen Verhältnissen unter denen die Jedi lebten, war enorm. Sie war es gewohnt, ihr Frühstück ans Bett serviert zu bekommen und dass jemand ihr Badewasser für sie einließ. Bei den Jedi musste sie lernen mit wenig auszukommen und eigenständig für sich zu sorgen. Es war ein Leben, das sie nicht kannte und das anstrengend und unbequem war. Loreley, noch immer ein Kind, machte aber vor allem die Trennung von ihren Eltern schwer zu schaffen. Ihre anfängliche Trauer war schnell in Wut umgeschlagen und primär aus Trotz weigerte sie sich, die anfangs noch in regelmäßigen Abständen eintreffenden Nachrichten ihrer Mutter zu lesen. Sie fühlte sich verlassen und strafte ihre Eltern mit Nichtbeachtung. Anderen Jünglingen erzählte sie, ihre Eltern seien tot und manchmal glaubte sie es sogar selbst. Das war hart, doch je länger sie im Orden der Jedi blieb, desto zutreffender erschien es ihr. Mehr und mehr geriet ihr früheres Leben in den Hintergrund.

10 – 13 Jahre

Jen-Jin starrte sie unentschlossen an. Nervosität sprach aus seinem Blick. “Na los, mach schon.” Forderte Loreley den Twi’lek auf. “Du hast ganze fünf Credits dafür bezahlt.” Zögerlich beugte er sich vor, die jubelnden Rufe seiner Freunde in seinem Rücken.

Neue Freunde fand Loreley, nachdem sie sich erst einmal eingewöhnt hatte, trotz allem schnell unter den übrigen Kindern im Tempel. Sie hatte eine einnehmende Art an sich, war sehr gesellig und für jeden Spaß zu haben. Dass sie keine Musterschülerin war, stellte sich allerdings ebenfalls schnell heraus. Loreley investierte mehr Zeit in Spiele und Freizeit als in ihre schulischen Aufgaben oder in die Übungen mit ihrem Trainings-Lichtschwert. Oft fiel es ihr schwer, sich über einen längeren Zeitraum hinweg ernsthaft zu konzentrieren und nicht selten wurde sie von erfahrenen Jedi-Meistern für ihr vorlautes Mundwerk getadelt. Der Zeltros mangelte es an Respekt gegenüber ranghöheren Jedi und sie ignorierte gerne Vorschriften. Früher hatte sie tun und lassen können was immer sie wollte.

Trotz ihres rebellischen Rufes wurde Loreley mit 13 Jahren zur persönlichen Padawan von Jedi-Meisterin Acka Tel ausgewählt und gab sich zunächst auch Mühe, den an sie gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Bereits in diesem Alter nahm ihre Meisterin sie auf einige Reisen außerhalb Coruscants mit. Acka Tel, eine hochbegabte Schwertkämpferin des Jedi-Ordens, wurde meistens von zwei oder drei der Antarian Rangers begleitet. Einer dieser Ranger war der Mensch Derek Sarkin, ein Soldat von Toprawa, zu dem Loreley schon bald eine besondere Beziehung aufbaute. Er war ein ernster Mann und wirkte oft stoisch und einsilbig, doch Loreley verbrachte gerne Zeit mit ihm. Ihr gefiel, dass er kein Jedi war und Dinge tun konnte, die der Kodex verboten hätte. Sich an die Ideale der Jedi zu halten fiel ihr selbst schwer. Ein Jedi-Meister erwischte sie einmal dabei, wie sie in einem Alkoven des Jedi-Tempels, vor dem ihre männlichen Padawankollegen Schlange standen, Küsse gegen Bezahlung feil bot. Dies brachte ihr eine ordentliche Standpauke ihrer Meisterin und mehrere Nachmittage des Nachsitzens ein.

14 – 16 Jahre

“Niemand hat mich je gefragt, was ich mir für mein Leben gewünscht hätte.”, sagte sie und all der Schmerz längst vergangener Jahre lag in ihren Augen. “Weil du ein Kind warst.” Die Antwort ihrer Mutter war sachlich, als erklärten diese wenigen Worte alles. “Ich wollte nie eine Jedi sein.” Loreley schüttelte den Kopf. “Und jetzt gibt es nichts anderes, das ich sein kann.

Als sie älter wurde, entwickelte sich Loreleys Charakter weiter, verwurzelt in den typischen Eigenheiten und Fähigkeiten ihrer Spezies und geprägt von den Lehren im Tempel der Jedi. Beides schien miteinander zu kollidieren. Mit 14 befand sie sich in einer Phase, in der sie alles, das Meisterin Tel zu ihr sagte, auf die Goldwaage legte. Sie empfand die Grenzen, die ihre Meisterin ihr aufzeigte, als zu streng und suchte nach den Freiheiten, die andere Mädchen in ihrem Alter, außerhalb des Jedi-Ordens, genossen. Je älter sie wurde, desto stärker wurde außerdem ihr Wunsch nach körperlicher Nähe. Das Zeltron-Mädchen begann langsam aber sicher zu einer Frau heran zu reifen und je mehr Loreley dies selbst realisierte, desto stärker versuchte sie aus dem engen Korsett des Ordens auszubrechen um zu sehen, welche Möglichkeiten die Galaxis ihr sonst noch bot. Ihre Meisterin bemühte sich, Loreley auf dem Pfad der Tugend zu halten, beschäftigte sie mit geschichtlichen Studien und drillte sie in den Trainingsräumen, um ihre Ausdauer zu verbessern. Loreley hatte zu all dem jedoch keine Lust. Mit 16 stahl sie sich nachts einige Male heimlich davon, um einen jungen Mann zu treffen, den sie in einer Bar kennen gelernt hatte. Als sie dabei ebenfalls erwischt wurde und Meisterin Tel ihr Verhalten dem Rat der Jedi meldete, stellte dieser nicht nur ihr Urteilsvermögen, sondern auch ihre Disziplin und ihre moralischen Ansprüche in Frage und beratschlagte sich darüber, ob es weise war, sie weiterhin als Padawan die Lehren der Jedi studieren zu lassen. Loreley fühlte sich ungerecht behandelt. Es war nie ihre Entscheidung gewesen, eine Jedi zu werden und sie fühlte sich betrogen um das ausgelassene Leben, das sie auf Zeltros hätte führen können. Gleichzeitig fürchtete sie, aus dem Orden verstoßen zu werden, so wie einst ihre Familie sie verstoßen hatte. Schließlich sprach sich der Jedi-Rat dafür aus, ihr noch eine Chance zu geben, nicht zuletzt dank Meisterin Tels Fürsprache. Diese hatte einen besonderen Plan, um Loreleys Bereitschaft, ihre Ausbildung fortzuführen, zu prüfen: sie brachte sie zurück nach Zeltros. Zum ersten Mal seit sie vor sieben Jahren ihre Heimat verlassen hatte, sollte Loreley ihre Familie wiedersehen. Der Kontakt war über die Jahre vollständig zum Erliegen gekommen. Einmal hatten ihre Eltern Anstalten gemacht, sie auf Coruscant zu besuchen, doch Loreley hatte sich geweigert sie zu empfangen und so war es nie zu einem Wiedersehen gekommen. Loreley war sich auch jetzt nicht sicher, ob sie ihren Vater und ihre Mutter sehen wollte. Es war zu lange her und sie hatte keine Bindung zu keinem von ihnen, doch schließlich war es Derek, der Loreley dazu drängte, ihren Frieden mit ihnen zu machen. Dazu kam es indes nicht. Durch Erkundigungen erfuhr Loreley, dass ihr Vater bereits vor Monaten einer schweren Krankheit erlegen war. Niemand hatte es für nötig befunden, sie darüber zu benachrichtigen. Es war, als hätte man sie längst vergessen. Inzwischen hatten ihre Brüder den Firmensitz übernommen. Sie waren ihr beide fremd, als Loreley sie schließlich traf. Ihren jüngeren Halbschwestern, Kinder ihrer Eltern aus Beziehungen zu anderen, wechselnden Partnern, begegnete sie dagegen zum ersten Mal. Und dann war da natürlich noch ihre Mutter. Cerea Marchesa erkannte ihre Tochter zunächst nicht. Loreleys Besuch war unangekündigt gewesen. Weder lagen sie sich in den Armen, noch vergoss eine von ihnen Tränen. Loreley versuchte sich zurück zu erinnern an die Mutter ihrer Kindheit, doch alles was sie in Gedanken sah waren ihr Kindermädchen und dann das schwarze Loch, als sie ihrem Leben entrissen worden war. Es war ein kurzes, schmerzloses Wiedersehen, eines das viele Fragen offen ließ und genau dadurch genau so viele beantwortete.

17 – 19 Jahre

Er hatte beide Hände voll, in der einen hielt er den Lötblaster, in der anderen die Dose mit dem Lötzinn. “Kannst du mal anpacken?”, bat er sie um Hilfe. Loreley grinste, streckte ihre Hand aus und griff beherzt zu. Er zuckte zusammen. “Nicht da!” Stellte er klar, obwohl sie wusste, dass es genau die richtige Stelle war.

Zurück auf Coruscant war Loreley entschlossen wie nie, ihre eigene Berufung zu finden. Nichts von dem, das sie kannte, erschien ihr richtig, weder das ausgelassene Leben auf Zeltros, noch die strengen Ideale der Jedi. Sie war auf der Suche nach einem Mittelweg und der richtigen Richtung für sich selbst und wieder einmal war es Derek Sarkin, der ihr, wenn auch unbewusst, dabei half. Der Antarian Ranger weckte ihr Interesse an Raumschiffen, als er ihr die Konsolen im Cockpit seines Schiffes erklärte und legte damit den Grundstein für Loreleys kommende Besuche in den Werkstätten und dem Hangarbereich des Jedi-Tempels. Hier lernte sie Mechaniker, Piloten, Quartiermeister und Antarian Ranger, wie Derek einer war, kennen, ein paar von ihnen sogar ganz besonders nah, und begann von ihnen zu lernen. Sie begleitete die Mechaniker bei Wartungen an den Schiffen und ließ sich Reparaturarbeiten an den Droiden erklären. Dazu schwänzte sie sogar die eine oder andere Stunde Lichtschwerttraining. Meisterin Tel beobachtete diese Entwicklung skeptisch, ließ Loreley, die entspannt war wie nie, jedoch gewähren. Die Zeltron war eine gern gesehene Besucherin im Hangar, scherzte und flirtete mit ihren männlichen Bekanntschaften und genoss deren ungeteilte Aufmerksamkeit, durch die ihr immer mehr ihre eigene Körperlichkeit und Anziehungskraft bewusst wurde. Sie wurde zur Frau, ihre Hüften runder, ihr Busen voller, ihr Lächeln eine Spur verheißungsvoller.

Mit der Zeit lernte die Padawan mit Computern umzugehen, Droiden zu programmieren, Fehleranalysen zu fahren und sogar Sicherheitssysteme zu umgehen. Sie war nicht die Kämpferin, zu der Meisterin Tel sie hatte ausbilden wollen, sondern hatte ihre Stärken im technischen und – was früher wohl kaum jemand von ihr erwartet hätte – im diplomatischen Bereich gefunden, denn trotz der Tatsache, dass Loreley stur und eigensinnig sein konnte, war sie sehr geschickt darin, andere auf ihre Seite zu ziehen und zu bekommen, was sie wollte.

20 Jahre – heute

“Derek sagt, ich soll dich grüßen”, begann Meisterin Tel das Gespräch, “und dass du auf dich aufpassen sollst.” Für einen Moment war Loreley enttäuscht, dass er sie nicht persönlich verabschieden würde. Ihre Meisterin lächelte nachsichtig. “Deine Gefühle verraten dich, junge Padawan. Er musste bereits heute früh abreisen.”

Mit 20 Jahren wurde Loreley zum ersten Mal ohne ihre Meisterin auf eine Mission entsandt, als sie den Jedi-Ritter Desmond nach Dantooine begleiten sollte, um das Verschwinden eines weiteren Jedi aufzuklären. Sie stießen dabei auf Machtnutzer der dunklen Seite und gelangten in einen gefährlichen Kampf, konnten ihre Gegner jedoch gemeinsam überwältigen und das Verschwinden des Jedi aufklären, wenn er auch nicht mehr zu retten war. Meisterin Acka Tel lobte Loreley für ihre Eigenständigkeit. Nach so vielen Jahren realisierte sie, dass ihre Schülerin am besten funktionierte, wenn man ihre Leine lang ließ und nicht versuchte, sie in eine Form zu pressen. Sie bat den Rat darum, Loreley auch zukünftig eigene Aufträge zu überantworten, oder sie mit anderen, immer neuen Gruppen zu paaren, damit sie die hoffentlich nächsten großen Schritte nicht nur in ihrer Ausbildung sondern auch in ihrer ganz persönlichen Entwicklung gehen konnte.

Loreley Marchesa

Star Wars - Rising Darkness CaroChanel